Warum Wege zur Qualität?

„Wege zur Qualität“ heißt das Verfahren, für das sich die Mitarbeiter/innen des Waldorfkindergartens Bremen entschieden haben, um einerseits ganzheitlich und prozessorientiert an der Qualität des Kindergartens zu arbeiten und gleichzeitig die Kinder im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit stehen lassen zu können. Dabei ist die zentrale Frage dieses Verfahrens: „Wie müssen wir im Kindergarten zusammenarbeiten, damit die kreativen Kräfte der Mitarbeitenden sich frei zugunsten der individuellen Lebens- und Entwicklungsbedingungen der uns anvertrauten Kinder entfalten können?“

In vielseitigen Schulungen haben sich die Mitarbeiter/innen und Vorstände in das Verfahren eingearbeitet. Zwölf Felder bilden die Basis dieses Verfahrens ― darunter Aufgabenstellung, Eigenverantwortung, Können, Freiheit und Vertrauen. Sie stellen verschiedene Perspektiven dar, von denen aus wir auf unsere Arbeit schauen können. Wichtige Reflexionsinstrumente wie die „dynamische Delegation“, das „Zusammenarbeitsgespräch“ oder „Rückblick, Rechenschaft und Resonanz“ werden in den Konferenzen des Kindergartenalltags immer wieder geübt, angewendet und ausgewertet. Eine „Impulsgruppe“ im Kindergarten richtet ihren Blick konkret auf die Entwicklung dieser Qualitätsarbeit vor dem Hintergrund sich stetig ändernder Anforderungen. Die Ergebnisse beziehen sich z. B. auf den Bereich der Organisationsentwicklung und auf die Konkretisierung von Entscheidungsbefugnissen.

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Über das erste Zertifikat konnte sich der Kindergarten im November 2012 freuen. In den zwei Folgejahren standen jeweils im November die Zwischenaudits an. Im Oktober 2015 kam die Schweizer Confidentia, ein Unternehmen, das Qualitätsarbeit nach den „Wegen zur Qualität“ z. B. in Kindergärten auditiert und zertifiziert, zum ersten Rezertifizierungsaudit nach Bremen. Auch in den kommenden Jahren werden wir in diesem Rhythmus weiterarbeiten.